Inhaltsübersicht:
Warnzeichen
Durst und Wasserlassen
Gewichtsabnahme
Hautveränderungen
Infektionskrankheiten
Leistungsminderung
Sehstörungen
Warnzeichen
Warnzeichen sind nicht immer deutlich
ausgeprägt.
Bei einem
unerkannten Diabetes kann es zu Beschwerden
kommen, die als typische Folgeerscheiungen
charakteristisch sind. Allerdings müssen diese
Beschwerden nicht immer auftreten. Das ist
individuell sehr unterschiedlich. Bei Typ-1
Diabetes sind die Beschwerden oft deutlicher
ausgeprägt, als bei Typ-2 Diabetes. Manchmal
zeigen sich sogar gar keine dieser
Beschwerden, obwohl der Betroffene zuckerkrank
ist.
Beschwerden sollten von einem Arzt untersucht
werden.
In der folgenden
Übersicht sind einige Warnzeichen kurz
dargestellt. Wer solche Beschwerden bei sich
beobachtet, der sollte in jedem Fall einen
Arzt aufsuchen und die Ursachen abklären
lassen. Nicht immer wird dann ein Diabetes
diagnostiziert. Aber je früher eine gezielte
Therapie einsetzen kann, desto geringer sind
die
Folgeschäden bei Diabetes.
Durst und Wasserlassen
Ist die
Niere überlastet, wird Glucose mit dem Urin
ausgeschieden.
Bei einem sehr
hohen Blutzuckerspiegel kann die
Nierenschwelle überschritten werden. Das
bedeutet, es befindet sich so viel Glucose im
Blut, daß die Nierenfilter überlastet sind.
Die Glucose wird dann nicht im Körper
zurückgehalten, sondern mit dem
Urin ausgeschieden. Dort ist sie dann
nachweisbar.
Häufiges
Wasserlassen und großer Durst sind die Folge.
Um Glucose
auszuscheiden, muß sie in sehr viel
Flüssigkeit gelöst sein. Deshalb muß jemand,
bei dem die Nierenschwelle überschritten
wurde, häufig zur Toilette und scheidet dort
große Mengen Urin aus. Das nennt sich auch
Polyurie. Weil aber die Flüssigkeit, die für
diesen Vorgang verbraucht wird, dem Körper
fehlt, hat der Betroffene dann starken Durst
(Polydipsie).
Gewichtsabnahme
Trotz
Essen abnehmen, das kann ein Warnzeichen sein.
Die meisten
Menschen finden das sicherlich kaum
bedrohlich. Wer aber bei normalem bis gutem
Appetit weiter entsprechende Mahlzeiten zu
sich nimmt und trotzdem abnimmt, der sollte
vorsichtig sein. Bei unbehandeltem Diabetes
verliert der Körper viel
Wasser, Eiweiß- und Fettreserven werden
abgebaut. Das kann zu einem Verlust von
mehreren Kilo Körpergewicht innerhalb einiger
Wochen führen.
Hautveränderungen
Blutzuckerkontrolle bei schlecht heilenden
Wunden.
Wer unter
schlecht heilenden
Wunden leidet, der sollte nicht nur wegen
der Wunden zum Arzt gehen. Auch hier ist eine
Kontrolle des Blutzuckers notwendig, weil auch
das eine Folgeerscheinung bei Diabetes sein
kann.
Verstärkter Juckreiz der Haut ist eine Folge
des Wassermangels bei hohen Blutzuckerwerten.
Ein weiteres
Warnzeichen ist ein verstärkter Juckreiz der
Haut. Durch den
Wassermangel trocknet die Haut und
insbesondere auch die Schleimhäute stärker
aus, als das normalerweise der Fall ist. Als
Folge entsteht ein Juckreiz. Der kann den
ganzen Körper betreffen, oder auch nur an den
Schleimhäuten der Geschlechtsorgane auftreten.
Letzteres kommt besonders oft bei Frauen vor.
Infektionskrankheiten
Das
Immunsystem reagiert langsamer.
Diabetes
schwächt die
körpereigene Abwehr auf verschiedene
Weise. Die Zahl der
T-Lymphozyten ist herabgesetzt. Außerdem
können sich, wegen des veränderten
Stoffwechsels, die Immunzellen nicht so gut
bewegen. Dadurch ist ihre Reaktionsfähigkeit
eingeschränkt.
Bei
wiederholten Infektionen ist eine
Diabeteskontrolle sinnvoll.
Ein geschwächtes
Immunsystem macht den Körper anfälliger für
Infektionen. Besonders bei Kindern, bei denen
das Immunsystem noch nicht voll ausgebildet
ist, kommt es häufiger zu Harnwegsinfekten und
Nierenbeckenentzündungen. Wer häufiger an
Infektionen leidet, sollte sich auf Diabetes
als mögliche Ursache untersuchen lassen.
Leistungsminderung
Bei
Insulinmangel fehlt dem Körper Energie.
In jedem Körper
finden ununterbrochen Auf- und Umbauprozesse
statt. Bei einem Mangel an Insulin fehlt dem
Körper der für die Energiegewinnung nötige
Brennstoff, die Glucose. Denn der
Insulinmangel bewirkt, daß der Körper nicht
genug Glucose aufnehmen kann. Außerdem wird
der Auf- und Umbauprozess der Eiweiße und
Fette gebremst, weil auch hier das Insulin von
Bedeutung ist (vgl.
Stoffwechsel und Insulin). Die Folge ist
häufig, neben einer
Gewichtsabnahme, ein dauerndes Gefühl der
Abgeschlagenheit und nicht selten auch eine
Leistungsminderung.
Sehstörungen
Der
Stoffwechsel der Linse ist gestört.
Befindet sich im
Blut zu viel Glukose, so ist davon auch das
Kammerwasser in den Augen betroffen. Aus
diesem Kammerwasser ernährt sich die Linse.
Sie reagiert mit einer vermehrten Aufnahme von
Flüssigkeit. Die
Linsen sind für die Brechkraft des Auges
verantwortlich. Durch die vermehrte Aufnahme
von Flüssigkeit bildet sich eine
Linsentrübung. Der Betroffene wird dann
kurzsichtig.
Bei
Erkrankungen werden die Therapien unterstützend zur
Schulmedizin angewandt. Begleitend zu den meisten chronischen Krankheiten,
zur Reduktion der Dauermedikation oder Einschränkung der Nebenwirkungen.