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Morbus
Scheuermann
Beim
Morbus (M.)
Scheuermann kommt es zu einer
zunehmenden Einschränkung der Wirbelsäulenbeweglichkeit
mit Haltungsverfall und Überlastung
der benachbarten Wirbelsäulenabschnitte.
Die Fehlhaltung führt zu
schmerzhaften, muskulären Dysbalancen
(=
ungleiche Beanspruchung von
Muskelgruppen) und myofaszialen (= Mus keln
und deren Gewebeumhüllung
betreffende) Reizungen,
die über den segmentalen Reflexkreis
unterhalten werden.
Die Wachstumsstörung beim Morbus (M.)
Scheuermann beginnt an den noch
knorpeligen Deck- und Grundplatten der
Wirbelkörper. An den Wirbelkörpern
bleibt das Wachstum vorne allmählich
zurück, so dass die Wirbelkörper
sich beim Morbus Scheuermann keilförmig
entwickeln können. Zusätzlich kommt
es zu einem Einbruch von
Bandscheibenmaterial in die Wirbelkörper,
die sogenannten röntgenologisch
festzustellenden Schmorl’schen
Knorpelknötchen.
Vier
klassische Röntgenzeichen sichern die
Diagnose eines Morbus
Scheuermann:
1.
Erniedrigung
des ventralen (=
vorderen)
Teiles der Wirbelkörper
2.
Unregelmäßig,
aber scharf konturierte Abschlußplatten
3.
wie
schon erwähnt, die sog. Schmorl`sche
Knorpelknötchen
4.
Zunahme
des ventrodorsalen
(= nach vorne und hinten)
Wirbelkörperdurchmessers
Im
Wachstumsalter (Kinder und
Jugendliche) sind beim Morbus
Scheuermann die Beschwerden häufig
nur gering ausgeprägt. Auffällig
sind bei der Untersuchung die schwache
Rückenmuskulatur, die (meist geringe)
Seitausbiegung der Wir belsäule sowie eine vermehrte
Rundrückenbildung.
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