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SKOLIOSE
Bei
der Skoliose besteht
eine dauerhafte seitliche Krümmung
der Körperachse als Folge einer
Asymmetrie von Wirbelsäulenkomponenten.
Die Ursachen können angeboren sein,
z.B. bei Halb-, Blockwirbel,
Dysostosen (= gestörte Knochenentwicklung),
Sakralisation (=
asymmetrische Verschmelzung des 5.
Lendenwirbels mit dem Kreuzbein),
Lumbalisation (= Trennung des 1. Kreuzbeinwirbels vom übrigen
Kreuzbein) oder
erworben, z.B. osteopathisch (=
systemische, nichtentzündliche
Knochenerkrankungen betreffend)
bei Spondylitis
(=
Wirbelsäulenentzündung),
Rachitis (=
auf Störungen des
Vitamin-D-Stoffwechsels beruhende
Erkrankung mit Skelettveränderungen) oder
Verletzung, statisch bei
Beckenasymmetrie, Beinlängenunterschied.
Bei Jugendlichen ist
differentialdiagnostisch
(= was sonst noch an Krankheiten
infrage kommt) an
einen Morbus
Scheuermann zu denken.
Bei
starker Skoliosebildung kann es in
weiterer Folge zu einer Verminderung
der Atemkapazität sowie einer
Rechtsherzüberlastung und häufig
treten Schmerzen auf. Die
Folgen sind eine deutlich eingeschränkte
körperliche Leistungsfähigkeit und
eine Einschränkung der Lebensqualität.
Chronische
Schmerzen
im Rahmen einer Skoliose
betreffen hpts. den Brustwirbelsäulen-
Bereich, oft auch den Lendenwirbelsäulen-Bereich.
Oft besteht hier eine Ischialgie
durch Nervenkompression
infolge Sakralisation (=
asymmetrische Verschmelzung des 5.
Lendenwirbels mit dem Kreu zbein) des 5. Lendenwirbels
und Skoliose.
Halswirbelsäulen-Beschwerden treten
nur vereinzelt auf, dann meist im
Sinne eines Ausstrahlungsphänomens.
Bei der Skoliose
dominieren, statisch bedingt,
reflektorische Störungen, hauptsächlich
im myofaszialen (= Muskeln und deren Gewebsumhüllung betreffend)
System.
Nicht selten sind auch Interkostalnerven
(=
Zwischenrippennerven)
im Sinne einer pseudoradikulären
Symptomatik (= Krankheitszeichen die auf eine scheinbare Beteiligung von
Nervenwurzeln hinweisen)
beteiligt. Eine radikuläre (=
Nervenwurzel betreffende)
Symptomatik kann leicht übersehen
werden, da z.B. bei motorischen (=
Muskelkraft betreffende) Ausfällen
kaum eine körperliche Beeinträchtigung
eintritt, es sei denn, es sind mehrere
Interkostalnerven (=
Zwischenrippennerven) betroffen,
was dann zu einer Ventilationsstörung
(=
Störung der Atmung) führen
kann, zumal bei einer höhergradigen Skoliose
die Vitalkapazität (=
maximales Atemvolumen) ohnehin
herabgesetzt ist.
Der Schmerzcharakter im Bereich der
Brustwirbelsäule wird von Skoliose
-Patienten meist mit dumpf und drückend
angegeben. In der Regel ist die
paravertebrale (=
neben der Wirbelsäule) Muskulatur
verhärtet und druckschmerzhaft. Oft
besteht auch Klopfschmerzhaftigkeit über
den Dornfortsätzen.
Viszerale
(= aus den Eingeweiden stammende)
Übertragungsschmerzen (Referred
pain) sind auch bei einer Skoliose
stets in die
differentialdiagnostischen Erwägungen
(=
welche Krankheiten noch in Frage
kommen könnten)
mit einzubeziehen.
Affektionen (=
Störungen, Erkrankungen)
von Herz und Pankreas (=
Bauchspeicheldrüse)
führen oft zu Beschwerden zwischen
den Schulterblättern. Auch
Erkrankungen der Speiseröhre sowie
des Magen-Darmtraktes
können zu Beschwerden in der
Wirbelsäulen-Region führen.
Bei
Erkrankungen werden die Therapien unterstützend zur
Schulmedizin angewandt.
Begleitend zu den meisten chronischen Krankheiten,
zur Reduktion der Dauermedikation oder Einschränkung
der Nebenwirkungen.
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